Neuchâtel, 21.06.2011 (Obsan) - Eine neue Studie des Schweizerischen Gesundheits-observatoriums (Obsan) kommt zum Schluss, dass die bisher in den Schweizer Spitälern bereits eingeführten Fallpauschalen nicht zu Qualitätseinbussen geführt haben: Zu frühe Entlassungen der Patienten oder eine Zunahme von Rehospitalisierungen wegen ungenügender Versorgung konnten nicht festgestellt werden. Diese Resultate sind in Hinblick auf das kommende Jahr von Bedeutung, denn anfangs 2012 werden schweizweit Fallpauschalen eingeführt werden.
Die Medienmitteilung lesen
Neuchâtel, 19.05.2011 (Obsan) - Eine neue Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums zur Zukunft der Pflege im Alter zeigt, dass nicht nur die Zahl pflegebedürftiger Menschen stark zunehmen wird; es zeichnen sich auch bedeutsame Veränderungen der Art der benötigten Pflege ab. Die Nachfrage nach Hilfe- und Pflegeleistungen zu Hause, etwa durch die Spitex, wird ansteigen. In der Folge wird die Pflege in Heimen noch später als heute und häufiger erst gegen das Lebensende beansprucht werden.
Neuchâtel, 29.06.2010 (Obsan) - Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium hat in zwei Studien die Nutzung des stationären akutpsychiatrischen Angebots in der Schweiz untersuchen lassen. Die Ergebnisse zeigen, dass neun von zehn Erkrankten nach einer einmaligen Krise die Klinik dauerhaft wieder verlassen können. Eine von zehn Personen befindet sich überdurchschnittlich lange oder oft in einer akutpsychiatrischen Klinik.
Neuchâtel / Bern, 26.02.2009, (Obsan /GDK) - 2006 waren rund 200'000 Gesundheitsfachleute in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie in Spitex-Diensten tätig. Die Alterung der Bevölke-rung geht mit einem Mehrbedarf an Pflegeleistungen einher. Dafür müssen bis 2020 mögli-cherweise mindestens 25'000 Fachkräfte zusätzlich eingestellt werden. Das haben Prognosen ergeben, die das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (OBSAN) im Auftrag der Schwei-zerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) erstellt hat.
Neuchâtel, 27.11.2008 (Obsan) - Die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz sind grund-sätzlich bei guter Gesundheit, und wenn sie krank sind, erhalten sie eine gute Versorgung. Dies geht aus dem Nationalen Gesundheitsbericht 2008 «Gesundheit in der Schweiz» hervor, der vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium publiziert wurde. Gemäss dem Bericht gibt es aber auch Mängel und Herausforderungen. Eine Herausforderung ist die ungleiche Ver-teilung der Gesundheit in der Bevölkerung. Für diese sind vor allem die Bildung und das wirt-schaftliche Wohlergehen der Menschen verantwortlich. Eine weitere Herausforderung stellt der Anstieg psychischer Störungen sowie chronischer Krankheiten dar: Die Ursachen für diese Zunahme liegen unter anderem in der demografischen Alterung der Bevölkerung, den Lebens-verhältnissen und dem individuellen Verhalten der betroffenen Personen.
Neuchâtel, 14.11.2008 (Obsan) - Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) hat die Entwicklung der stationären psychiatrischen Versorgung in der Schweiz untersuchen lassen. Dabei zeigt sich, dass die Zahl der Behandlungen - gemessen an der Anzahl Eintritte in die stationäre Behandlung - seit 2002 um 9,3 Prozent zugenommen hat. Hingegen ist die Anzahl behandelter Patientinnen und Patienten mit rund 50'000 Personen pro Jahr konstant geblieben. Diese Entwicklung - mehr Fälle bei einer konstanten Personenzahl - lässt sich mit deutlich häufigeren Wiedereintritten von Patientinnen und Patienten (Zunahme von 30%) und kürzeren Aufenthaltsdauern erklären.
Neuchâtel, 01.07.2008 (OBSAN) - Im Zuge der demografischen Alterung wird die Nachfrage nach ambulanten Arztkonsultationen in der Schweiz stark steigen. Gleichzeitig ist mit einem Rückgang der Ärztezahl zu rechnen. Aufgrund dieser gegensätzlichen Trends könnte es bis 2030 zu einer erheblichen Versorgungslücke kommen, wobei bis zu 30 Prozent der prognostizierten Konsultationen nicht mehr abgedeckt werden könnten. Dies geht aus Prognosen hervor, die im Auftrag des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) erstellt wurden. Die grössten Engpässe zeichnen sich bei den Hausärztinnen und -ärzten ab.
Neuchâtel, 22.04.2008 (OBSAN) - Die Kosten der Alters- und Pflegeheime sowie der Spitexdienste könnten von 7,3 Milliarden im Jahr 2005 auf rund 18 Milliarden im Jahr 2030 ansteigen. Das besagen die jüngsten Prognosen des schweizerischen Gesundheits-observatoriums. Dieser Anstieg, der direkt mit der wachsenden Anzahl der über 80-jährigen Personen zusammenhängt, ist grösstenteils unvermeidbar. Der Kostenanstieg könnte aber gebremst werden, wenn sich der Gesundheitszustand dieser Bevölkerungsgruppe verbesserte oder die Inanspruchnahme von Spitexdiensten stark gefördert würde.
Neuchâtel, 23.11.2007 (OBSAN) - Acht von Tausend Einwohnern der Schweiz werden im Verlauf eines Jahres stationär psychiatrisch behandelt. Dieser Anteil ist über die Jahre hinweg relativ konstant geblieben, wie eine neue Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums zeigt. Erwerbslose Personen sowie solche, die eine Rente beziehen, befinden sich allerdings deutlich häufiger in stationärer psychiatrischer Behandlung als andere Bevölkerungsgruppen.
Neuchâtel, 30.08.2007 (OBSAN) - Der Schweizer Bevölkerung geht es psychisch besser als noch vor zehn Jahren. Dies geht aus dem neuesten Monitoring-Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums hervor. Über die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer bezeichnen ihr Wohlbefinden und ihre Ausgeglichenheit als hoch. Zudem hat sich die Anzahl der Personen leicht erhöht, die psychologische oder psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen.
Neuchâtel, 3. April 2007 (Obsan / BFS) - Erstmals wurde für Schweiz die regionale Verteilung der ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte mit eigener Praxis untersucht und mit der Nachfrage nach ihren Leistungen verglichen. Berücksichtigt wurde dabei der Beschäftigungsgrad der Ärztinnen und Ärzte. Die Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums zeigt, dass die ambulante Versorgung derzeit in allen Regionen gewährleistet ist. Vor allem in ländlichen Gebieten könnte es aber in Zukunft zu Engpässen kommen.
Neuchâtel, 23. Februar 2007. - Ein Grossteil der zu Hause lebenden Personen über 65 Jahre weisen Defizite im Vorsorge- und Gesundheitsverhalten auf. Dies stellt eine neue Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums fest, die in Zusammenarbeit mit der Geriatrie Universität Bern erarbeitet wurde. Besonders betroffen sind gesunde ältere Menschen; bei ihnen werden die empfohlenen Vorsorgemassnahmen besonders oft nicht durchgeführt.
Ein nationaler Vergleich der Nutzung von Spitex-Diensten, Heimen und Spitälern bei der Langzeitpflege zeigt, dass die Schweizer Kantone die Pflege älterer Patienten sehr unterschiedlich organisieren. Die Analyse des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums lässt vermuten, dass gut ausgebaute Spitex-Dienste bei einem Teil der älteren Bevölkerung zu einer Entlastung der Pflegeheime führen.
Neuchâtel, 20. Februar 2006. 15% der Schweizer Männer und 18% der Frauen sind von einer chronischen Erkrankung oder Behinderung betroffen und es ist zu erwarten, dass der Anteil behinderter, gesundheitlich beeinträchtigter und pflegebedürftiger älterer Menschen weiter zunimmt. Über die Gesundheitsversorgung und die Gesundheitsbedürfnisse von Menschen mit einer chronischen Krankheit oder Behinderung ist bislang noch wenig bekannt. Dies wäre aber nötig, um die medizinische Behandlung und Betreuung behinderter Menschen verbessern zu können.
Neuchâtel, 30. Januar 2006. Mit Managed Care-Modellen, etwa in HMO-Praxen, können wesentliche Kosteneinsparungen bei der Behandlung von Patienten erzielt werden. Diese Ersparnis könnte einerseits daher rühren, dass auf unnötige Behandlungen verzichtet wird. Anderseits könnte dahinter auch eine Qualitätseinbusse stecken. Eine Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums kommt jetzt zum Schluss, dass solche und andere wichtige Fragen derzeit wissenschaftlich nicht abschliessend beantwortet werden können. In der Schweiz fehlen dafür noch die statistischen Grundlagen, und auch internationale Erfahrungen liefern zwar deutliche Hinweise auf die Wirksamkeit des Managed Care, jedoch nur teilweise wissenschaftliche Belege. Solche werden aber nötig sein, um Managed Care und seinen Instrumenten zu einem weiteren Durchbruch zu verhelfen.
Neuchâtel, 7.11.2005. Zwangsmassnahmen werden in der Psychiatrie seit langem kontrovers diskutiert; nicht erst seit dem Film «Einer flog übers Kuckucksnest». Es geht dabei um die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Menschen zwangsweise hospitalisiert werden dürfen. Das Zivilgesetzbuch der Schweiz sieht dafür die fürsorgerische Freiheitsentziehung (FFE) vor. Daneben treten aber auch Menschen in psychiatrische Kliniken ein, die dafür keine Zustimmung geben, ohne dass dabei eine juristische Massnahme getroffen wird. Die unfreiwillig eintretenden Personen werden meist von ihren Angehörigen oder vom Arzt zum Eintritt gedrängt, treten also nur unter sozialem Druck ein. Dies wird als unfreiwilliger Eintritt bezeichnet.
Neuenburg, 29. August 2005. Am Internationalen Soziologiekongress zur Gesundheit im Alter diskutierten über 200 Fachleute aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz unter anderem die Fragen, wie man gesund älter werden kann und wie sich die gesundheitliche Situation älterer Menschen heute präsentiert. Neue Forschungsresultate weisen darauf hin, dass der Gesundheits-zustand vieler, hochbetagter Menschen trotz körperlicher Beeinträchtigungen noch immer ein Leben zu Hause ermöglicht.
Die Solidarität in der Pflege wird in den kommenden Jahrzehnten nicht abnehmen: Eine Studie des Schweizerischen Gesundheitsobswervatoriums zeigt auf, dass die Pflege in der Familie auch in Zukunft zentral bleibt. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, müssen die verschiedenen Formen der Pflege und Unterstützung aber besser aufeinander abgestimmt werden. In manchen Kantonen wird auch ein Ausbau der Spitex-Dienste nötig.
Eine neue Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums zeigt, dass Selbsthilfegruppen dazu beitragen, das Gesundheitswesen finanziell zu entlasten. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Selbsthilfe in der Schweiz aber noch wenig ausgebaut. Die Untersuchung ortet deshalb hier ein grosses Potenzial.
Derzeit kann in der Schweiz nicht abgeschätzt werden, wie sich in den kommenden Jahren Angebot und Nachfrage in den Arztpraxen entwickeln werden. Für die Gestaltung und Beurteilung planerischer und politischer Massnahmen im Gesundheitswesen, wäre dies aber zentral. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) plant daher ein Informationssystem zu entwickeln, mit dem die unterschiedlichen Massnahmen statistisch besser fundiert und in deren Auswirkungen realistischer abgeschätzt werden können.
Obwohl vom Krankenversicherungsgesetz gefordert, gibt es bis heute keine etablierte Methode, um Wirtschaftlichkeit und Qualität in Schweizer Arztpraxen messen zu können. Diese wäre nicht nur unabdingbar, um wirtschaftliche und qualitativ gute Medizin zu fördern, sondern auch in Hinblick auf die Vertragsfreiheit zwischen Arzt und Krankenversicherer. Eine vielversprechende Alternative besteht gemäss einer neuen Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums darin, die Managed-Care-Modelle stärker zu fördern.
Neuenburg, Oktober 2004. Daten zu Gesundheit und Krankheit der Schweizer Bevölkerung werden zwar vielerorts erfasst. Doch fehlt bislang ein systematischer Überblick zu den vorhandenen Datenbanken. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) hat nun erstmals eine Übersicht über die wichtigsten Datenbanken in den Bereichen Gesundheit und Gesundheitswesen erstellt und in einem Arbeitsdokument veröffentlicht.
Die Kosten in der Grundversicherung haben von 1999 bis 2003 um rund einen Viertel zugenommen. Besonders stark stiegen die Kosten für Behandlungen in der Arztpraxis und bei den Medikamenten. Dies zeigt eine umfassende Analyse des Schweizerischen Gesundheits-observatoriums basierend auf den Daten von santésuisse.
Die Nachfrage nach Leistungen der Psychiatrie und der Psychotherapie ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Wie eine Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums belegt, befinden sich fast 5% der Schweizer Bevölkerung in einer psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung. Dennoch sind vor allem Jugendliche und betagte Männer deutlich unterversorgt.
Eine Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums und des Bundesamtes für Gesundheit belegt: Zwar beziehen Frauen im Gesundheitswesen mehr Leistungen als Männer. Doch die Differenz zu Lasten der Frauen geht zu einem grossen Teil auf ihre längere Lebenserwartung und die Kosten für Schwangerschaft und Geburt, die einseitig den Frauen angerechnet werden. Zudem tragen Frauen wesentlich mehr zur Entlastung der Kosten bei: Sie sind weitaus stärker zu Hause in der Pflege engagiert als Männer.
Schweizerisches GesundheitsobservatoriumEspace de l'Europe 10CH-2010 Neuchâtel
Tel.: +41 32 713 60 45Fax: +41 32 713 66 54
E-Mail und Lageplan
Information über neue Publikationen und Medienmitteillungen
Abonnieren
Neue Publikationen des BFS zum Thema Gesundheit
Mehr...