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2011 wurden 1600 Todesfälle in der Schweiz dem Alkoholkonsum zugeschrieben. Die alkoholbedingte Mortalität betrifft mehr Männer (1181) als Frauen (419). Die Rate der alkoholbedingten Todesfälle ist bei den Männern seit dem ersten Messzeitpunkt 1997 rückläufig, bei den Frauen blieb sie im gleichen Zeitraum konstant (standardisierte Rate pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner). 2012 starben pro 100'000 Einwohner/-innen 39 Männer und 14 Frauen an alkoholbedingten Krankheiten resp. Unfällen. Der Anteil der alkoholbedingten Todesfälle an allen Todesfällen liegt bei den Männern über alle Messjahre stabil bei rund 10%, bei den Frauen hat er von 4% auf 6% leicht zugenommen.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Alkohol ist bei akutem Konsum eine wichtige Ursache für Unfälle und bei chronischem Konsum mitverantwortlich für nichtübertragbare Krankheiten und Suizide. Als Todesursachen findet man vor allem Verletzungen/Unfälle, Suizide, Krebserkrankungen und Leberzirrhose. Es gibt indessen deutliche Unterschiede der Todesursachen zwischen den Altersgruppen. Bei jungen Erwachsenen sind es vor allem Verletzungen/Unfälle, im höheren Alter kommen zunehmend Leberzirrhosen und später Krebserkrankungen dazu.

Der Indikator zur alkoholbedingten Mortalität gibt Hinweise auf die Entwicklung der Auswirkungen des Alkoholkonsums bei Männern und Frauen. Er unterstützt mit der Information die Planung von Interventionen.

Definition

Dieser Indikator basiert auf den Schätzungen der Studie von Marmet et al. (2013). Datengrundlagen für die Schätzungen sind die Schweizerische Gesundheitsbefragung und die Todesursachenstatistik sowie weitere Datenquellen. Weitere Angaben dazu können der Originalliteratur entnommen werden.

Der Indikator gibt die Anzahl, die standardisierte Rate und den Anteil der geschätzten alkoholbedingten Todesfälle der 15-74-jährigen Männer und Frauen wieder. Der Anteil bezieht sich auf den Prozentanteil alkoholbedingter Todesfälle im Verhältnis zu den Gesamt-Todesfällen. Die standardisierte Rate gibt die Mortalitätsrate pro 100‘000 Einwohner/-innen wieder. Für die Standardisierung wurde die Altersstruktur der Schweizer Bevölkerung berücksichtigt. Die aufgeführten Schätzungen beziehen sich auf Personen bis 74 Jahre, da bis zu dieser Altersgruppe Daten genügender Qualität vorliegen.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quellen:
- Marmet Simon, Gerhard Gmel, Gerrit Gmel, Hannah Frick, Jürgen Rehm (2013). Alcohol- attributable mortality in Switzerland between 1997 and 2011. Lausanne: Sucht Schweiz (Studie, in Englisch).
Referenzen: Sucht Schweiz (Alkoholbedingte Sterblichkeit)

Weitere Informationen zum Thema alkoholbedingte Mortalität können beim Suchtmonitoring Schweiz gefunden werden.

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch
 

Zuletzt aktualisiert

01.10.2018