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Der Job-Stress-Index bildet das Verhältnis von Arbeitsbelastungen und Arbeitsressourcen ab. Je höher der Wert, umso höher ist die Belastung einer  Person im Vergleich zu ihren Ressourcen. Ein Wert bei 50 Punkten (auf einer Skala von 0-100 Punkten) bedeutet, dass bei den befragten Erwerbstätigen das Verhältnis von Belastungen (z.B. Zeitdruck, Überforderung) und Ressourcen (z.B. Unterstützung, Wertschätzung) am Arbeitsplatz ausgewogen ist. In der Schweiz lag 2018 der mittlere Job-Stress-Index der Erwerbstätigen bei einem Wert von 50,6 Punkten und ist gegenüber 2014 (50,0 Punkte) ganz leicht ungünstiger.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Stress kann die Gesundheit und das Wohlbefinden stark beeinträchtigen und hat auch einen Einfluss auf die Produktivität und die Leistungsfähigkeit. Die mit Stress verbundenen Kosten können beispielsweise durch krankheitsbedingte Abwesenheit vom Arbeitsplatz, reduzierte Produktivität bei der Arbeit oder hohe Fluktuation der Erwerbstätigen entstehen. Belastungen können Überforderung, Zeitdruck, etc. sein und durch Ressourcen wie Unterstützung und Wertschätzung durch die/den Vorgesetzten, Freiraum beim Erledigen der Tätigkeiten etc. abgeschwächt werden. Der Job-Stress-Index bildet das Verhältnis zwischen Arbeitsbelastungen und Arbeitsressourcen ab.

Definition

Der Indikator zeigt den Mittelwert des Job-Stress-Index der Schweizer Erwerbstätigen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren.

Der Job-Stress-Index ist ein Index (auf einer Skala von 0–100 Punkten) zur Erfassung der Arbeitssituation in Bezug auf das Verhältnis von Belastung und Ressourcen am Arbeitsplatz.

Zur Bildung des Index werden die Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz erhoben und deren Verhältnis errechnet. Belastungen am Arbeitsplatz beinhalten Zeitdruck, Unsicherheit, wie Arbeitsaufgaben zu erledigen sind, qualitative Überforderung, arbeitsorganisatorische Probleme und sozialen Stress mit Vorgesetzten oder Kollegen. Ressourcen sind zum Beispiel die Unterstützung durch Vorgesetzte, die Wertschätzung, ein angemessener Freiraum bei der Erledigung von Aufgaben oder ganzheitliche Tätigkeiten. Der Job-Stress-Index konzentriert sich nicht auf einzelne Belastungen und Ressourcen, sondern berücksichtigt deren Zusammenspiel.

Ein tiefer Wert des Job-Stress-Indexes bedeutet mehr Ressourcen als Stressoren und ein hoher Wert entspricht mehr Belastungen als Ressourcen. Werte um 50 Punkte bedeuten ein ausgewogenes Verhältnis von Belastungen und Ressourcen.

Datengrundlage für den Indikator ist eine repräsentative Stichprobe von Erwerbstätigen in der Schweiz. Die Erhebungen wurden 2014, 2015, 2016 und 2018 durchgeführt mit jeweils um 3'000 Teilnehmenden.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quellen: Gesundheitsförderung Schweiz (Job-Stress-Index-Erhebung)

Weitere Daten und Informationen zum Thema können auf der Webseite der Gesundheitsförderung Schweiz gefunden werden.

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch
 

Zuletzt aktualisiert

12.11.2019