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Im Jahr 2017 leiden in der Schweiz 12,4% der Bevölkerung an einer Arthrose oder Arthritis und 3,8% an einer Osteoporose. Muskuloskelettale Erkrankungen nehmen insgesamt mit zunehmendem Alter kontinuierlich zu. Beispielsweise sind bei den 15-34-Jährigen 1,2%, bei den 70-Jährigen und Älteren 31,9% an Arthrose (oder Arthritis) erkrankt, auch die Osteoporose steigt in diesen Alterskategorien von 0,1% (15-34 Jahre) auf 13,5% (über 70 Jahre) beträchtlich an. Osteoporose ist bei Frauen wesentlich häufiger als bei Männern, Frauen ab 70 Jahren sind fast sieben Mal stärker betroffen als gleichaltrige Männer.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Muskuloskelettale Erkrankungen sind gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO der wichtigste Faktor bei der Entstehung von körperlichen Behinderungen. Sie gehen sehr oft mit chronischen Schmerzen einher, führen zu Einschränkungen in der Mobilität und können zu vorzeitigem Ausscheiden aus dem Berufsleben beitragen. Rund ein Sechstel aller krankheitsbedingten IV-Neurenten in der Schweiz geht auf Ursachen im Bereich der Knochen- und Bewegungsorgane zurück.

Definition

Dieser Indikator wurde auf Basis der Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) berechnet. Er zeigt den Anteil der Bevölkerung im Alter ab 15 Jahren mit einer Arthrose/Arthritis oder einer Osteoporose.

Der Indikator berücksichtigt 2017 die Personen mit einer positiven Antwort auf folgende Fragen im Telefoninterview (TKRAN11c, TKRAN11d) der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB):

  • «Ist die Arthrose / Arthritis von einem Arzt oder einer anderen Person aus dem medizinischen Bereich diagnostiziert worden?
  • Ist die Osteoporose von einem Arzt oder einer anderen Person aus dem medizinischen Bereich diagnostiziert worden?"

Folgende Antwortkategorien konnten gewählt werden: «Ja /Nein/Weiss nicht/Keine Antwort».

Zusätzlich wurden für die Osteoporose Personen berücksichtigt, die entsprechende Medikamente einnehmen (Frage TMEKO44):  «Ich lese Ihnen eine Liste von Medikamenten vor. Bitte sagen Sie mir jedes Mal, wie oft Sie das in den letzten 7 Tagen genommen haben: Mittel gegen die Osteoporose.»

In den Befragungen vor 2017 wurden diese Fragen schriftlich erhoben und zudem anders formuliert, weshalb kein direkter Vergleich möglich ist. 

Muskuloskelettale Erkrankungen betreffen die Muskeln, das umgebende Gewebe, die Knochen und die Gelenke. Es gilt zu berücksichtigen, dass weitere Krankheiten der Gruppe der muskuloskelettalen Erkrankungen zuzuordnen sind, die in diesem Indikator nicht berücksichtigt werden (beispielsweise Rückenschmerzen). Aufgrund der aktuell zur Verfügung stehenden Daten können diese Erkrankungen nicht identifiziert werden.

Eine Erklärung der soziodemographischen Variablen findet sich im Dokument: Beschreibung der Dimensionen

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quellen: Bundesamt für Statistik (Schweizerische Gesundheitsbefragung)
Referenzen: Weltgesundheitsorganisation (WHO). Schlüsselfaktoren Muskuloskelettale Erkrankungen (Faktenblatt, auf Englisch).
Weitere Daten und Informationen zum Thema können bei der Rheumaliga Schweiz gefunden werden.
 

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
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Auskunft

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Zuletzt aktualisiert

09.06.2020