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In der Schweiz ist die Erwerbstätigenquote in den letzten Jahren bei den 15- bis 64-Jährigen leicht angestiegen, von 77,3% im Jahr 2010 auf 80,1% im Jahr 2018. Die Frauen sind hauptverantwortlich dafür mit einem Anstieg der Erwerbstätigkeit von 71,3% auf 75,7%. Bei den Männern ist eine leichte Zunahme von 83,2% auf 84,5% zu verzeichnen. Frauen mit Kindern zwischen 7 und 14 Jahren arbeiten zu 80,0% und damit deutlich häufiger als Frauen mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren (72,5%).

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Eine Erwerbstätigkeit kann neben dem Generieren eines Einkommens unter anderem sinnstiftend wirken, das soziale Netz vergrössern und Ansehen mit sich bringen. Mit diesen Wirkungen sind positive gesundheitliche Zusammenhänge belegt. Andererseits kann Arbeit über körperliche und psychische Belastungen oder auch Unfälle die Gesundheit beeinträchtigen. In umgekehrter Richtung betrachtet ist eine genügende Gesundheit Voraussetzung für eine Erwerbstätigkeit.

Eine Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen in einer Bevölkerung kann, falls gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen gegeben sind, ein positives Zeichen für die Entwicklung der öffentlichen Gesundheit eines Landes darstellen.

Definition

Dieser Indikator zeigt die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen. Die Erwerbstätigenquote ist definiert als Anteil der Erwerbstätigen an der ständigen Wohnbevölkerung im selben Alter.

Erwerbstätige: Als Erwerbstätige gelten Personen im Alter von mindestens 15 Jahren, die während der Referenzwoche

  • mindestens eine Stunde gegen Entlöhnung gearbeitet haben
  • oder trotz zeitweiliger Abwesenheit von ihrem Arbeitsplatz (wegen Krankheit, Ferien, Mutterschaftsurlaub, Militärdienst usw.) weiterhin eine Arbeitsstelle als Selbständigerwerbende oder Arbeitnehmende hatten,
  • oder unentgeltlich im Familienbetrieb mitgearbeitet haben.

Die Gesamtbevölkerung beinhaltet zudem die Erwerbslosen gemäss International Labour Organization (ILO) und die Nichterwerbspersonen. Erwerbslose gemäss ILO sind wie folgt definiert:

  • in der Referenzwoche nicht erwerbstätig und
  • in den vier vorangeganenen Wochen aktiv eine Arbeit gesucht und
  • für die Aufnahme einer Tätikeit verfügbar.

Als Nichterwerbspersonen gelten Personen, die weder erwerbstätig noch erwerbslos gemäss ILO sind (z.b. Hausfrauen/-männer, Rentner/-innen, etc.).

Die Daten stammen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) des Bundesamtes für Statistik, einer Befragung der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren anhand einer Stichprobe von über 120‘000 Personen. Die Daten der SAKE werden quartalsweise erhoben (kontinuierliche Erhebung). Ab 2018 werden Personen ab 90 Jahren nicht mehr befragt. Sie werden dennoch in der Stichprobe aufgeführt und werden allesamt als Nichterwerbspersonen betrachtet.

Die Referenzbevölkerung (Bevölkerung von 15 bis 64 Jahren) wird anhand der Strukturerhebung des BFS geschätzt.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quellen:
- Bundesamt für Statistik (Schweizerische Arbeitskräfteerhebung SAKE)
- Bundesamt für Statistik (Strukturerhebung)
Referenzen:
Bundesamt für Statistik (Definitionen zu Arbeit und Erwerb des BFS)

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch

Zuletzt aktualisiert

07.10.2019