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In der Schweiz konsumieren 2014 46,7% der Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren mindestens eine Frucht pro Tag, 45,0% konsumieren mindestens einmal pro Tag Gemüse und 32,4% konsumieren mindestens einmal pro Tag beides. Diese Anteile sind seit 2002 regelmässig angestiegen.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

In der Jugendzeit, die sich durch Wachstum und markante körperliche Veränderungen u.a. anlässlich der Pubertät auszeichnet, ist eine ausgewogene Ernährung, die die erforderliche Energie sowie die notwendigen Nährstoffe liefert, für junge Menschen wichtig.

Gemäss der Empfehlungen der Schweizerischen Ernährungspyramide gehören zu einer gesunden Ernährung Jugendlicher u.a. drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst/Früchte pro Tag. Wird diese Empfehlung nicht eingehalten, kann eine ausreichende Versorgung mit den notwendigen Nährstoffen nicht gesichert werden, was sich kurz- und längerfristig negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

Dieser Indikator zeigt die Verbreitung des täglichen Konsums von Früchten und Gemüse unter Jugendlichen und wie sich dieser über die Zeit verändert. Folglich dient er dazu, Handlungsbedarf zu erkennen und gegebenenfalls Gesundheitsförderungsmassnahmen in dieser Altersgruppe zu ergreifen.

Definition

Dieser Indikator basiert auf der Schweizer Schülerinnen- und Schülerbefragung „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC).

Der Indikator gibt den Anteil der 11- bis 15-jährigen Jugendlichen an öffentlichen Schulen an, die mindestens einmal pro Tag Früchte bzw. Gemüse bzw. Früchte und Gemüse zu sich nehmen. D.h. einmal pro Tag oder mehrmals pro Tag.

Er wurde auf Basis der Frage ‚Wie häufig in der Woche isst oder trinkst du normalerweise die folgenden Lebensmittel? (u.a. erfragte Lebensmittel: Obst/Früchte, Gemüse) (Antwortkategorien: nie/seltener als einmal in der Woche/einmal in der Woche/an 2-4 Tagen in der Woche/an 5-6 Tagen in der Woche/einmal pro Tag/mehrmals pro Tag)‘ berechnet. Mit dieser Frage wird also die Häufigkeit des Konsums, nicht jedoch die Anzahl konsumierter Portionen gemessen. Daher kann die Einhaltung der Empfehlungen der Schweizerischen Lebensmittelpyramide mit dieser Frage nicht abgebildet werden.

Vergleichbare Daten stehen für die Befragungen von 2002, 2006, 2010 und 2014 zur Verfügung.

Sprachregion: Die Bestimmung, welcher Sprachregion eine befragte Schulklasse angehört, hängt von der Sprache der zugesandten Fragebogen ab (Deutsch, Französisch oder Italienisch). Diese richtet sich grundsätzlich nach der (offiziellen) Sprache der Standortgemeinde der Schule, in der sich die Klasse befindet. Klassen im rätoromanischen Sprachgebiet haben die deutsche Fassung des Fragebogens erhalten. Die Schülerinnen und Schüler dieser Klassen sind entsprechend in der Kategorie ‚Deutsch‘ enthalten.

Die nationale HBSC-Stichprobe umfasst eine begrenzte Anzahl von 11- bis 15-Jährigen im italienischen Sprachgebiet. Für diese vergleichsweise kleine Gruppe von Jugendlichen errechnete Ergebnisse wären mit grossen Fehlermargen (bzw. Vertrauensintervallen) behaftet. Ausserdem können sie nicht als repräsentativ für alle 11- bis 15-Jährigen im italienischen Sprachgebiet erachtet werden. Deshalb wurden die Jugendlichen im italienischen Sprachgebiet gemeinsam mit denjenigen im französischen Sprachgebiet analysiert.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quelle: Sucht Schweiz (Studie „Health Behaviour in School-aged Children“, HBSC)
Referenzen:
- Archimi, A., Eichenberger, Y., Kretschmann, A., & Delgrande Jordan, M. (2016). Habitudes alimentaires, activité physique, usage des écrans et statut pondéral chez les élèves de 11 à 15 ans en Suisse – Résultats de l‘enquête « Health Behaviour in School-aged Children » (HBSC) 2014 et évolution au fil du temps (Rapport de recherche No 78). Lausanne: Addiction Suisse. (Link)
Weiterführende Informationen:
-Internationale HBSC-Studie (Link)
-Schweizerische HBSC-Studie (Link)
 

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
 

Zuletzt aktualisiert

04.12.2018