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2018 gab es in der Schweiz rund 14'400 Führerausweisentzüge bei Alkoholkonsum, dies entspricht 15,1% aller Führerausweisentzüge. 2005 waren es noch 21,4%. Der Anteil der Entzüge im Zusammenhang mit Drogenkonsum im Verhältnis zu allen Gründen für Führerausweisentzüge stieg von 1,9% (2005) auf 7,6% (2018). Dies entspricht einer Zunahme der Anzahl an Führerausweisentzügen aufgrund von Drogenkonsum von 1'340 auf 7'176. Bei der Interpretation der Veränderungen ist allerdings zu beachten, dass die Anzahl der Führerausweisentzüge über die Zeit mit der Veränderung der Dichte der Kontrollen zusammenhängen kann.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Inadäquates Verhalten unter dem Einfluss psychoaktiver Substanzen kann nicht nur die Person selber gefährden, sondern auch ihr soziales Umfeld dar. Die bekanntesten negativen Auswirkungen mit oft schwerwiegenden Folgen hat das Fahren unter Substanzeinfluss.

Der Indikator gibt Hinweise über den Umfang von Risikoverhalten spezifisch im Strassenverkehr. Er kann als Grundlage für die Planung von Massnahmen hinsichtlich der Minderung von Risikoverhalten im Zusammenhang mit dem Fahren von Fahrzeugen unter Substanzkonsum dienen.

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil der Gründe für Führerausweisentzüge wegen Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenkonsum.

Datengrundlage des Indikators ist die Statistik der Administrativmassnahmen (ADMAS-Statistik) des Bundesamts für Strassen (ASTRA). Diese wird auf Basis des Informationssystems Verkehrszulassung erstellt. Die kantonalen Behörden melden dem System alle verfügten Massnahmen, darunter auch die Führerausweisentzüge.

Führerausweise können entzogen werden, wenn das Fahren unter Substanzeinfluss (Alkohol/Medikament/Drogen) nachgewiesen werden kann. Führerausweise können aber auch aufgrund nachgewiesener Trunksucht oder anderer Drogensucht entzogen werden.

Bei der Interpretation der Daten ist zu beachten, dass die Schwankungen der Anzahl Führerausweisentzüge über die Zeit mit der Veränderung der Dichte der Kontrollen zusammenhängen können. Die Führerausweisentzüge der Jahre vor 2004 werden nicht dargestellt, da die Medikamente- und Drogeneinnahme erst ab 2005 separat erfasst wird. Die Promillegrenze von 0,5 Promille (Senkung von 0,8 auf 0,5 Promille) ist seit 2005 gültig.

Für einen Führerausweisentzug können mehrere Gründe verantwortlich sein (z.B. Alkohol, Medikamente und Geschwindigkeit). Aus diesem Grund ist es möglich, dass der gleiche Führerausweisentzug sowohl bei der Anzahl Führerausweisentzüge aufgrund von Alkoholkonsum, als auch bei der Anzahl der Führerausweisentzüge aufgrund von Medikamenten zugerechnet wird.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quellen: Bundesamt für Strassen (Statistik der Administrativmassnahmen)
 

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch
 

Zuletzt aktualisiert

12.11.2019