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In der Schweiz erkrankten von 2012 bis 2014 jährlich rund 40’260 Personen an Krebs, oder 467 pro 100'000 Einwohner/-innen jährlich. Männer sind vermehrt betroffen als Frauen. Bei den Männern ist (Zeitraum 2012 bis 2014) Prostatakrebs am häufigsten, gefolgt von Lungen/Bronchien/Luftröhrenkrebs (jährlich 144 Neuerkrankungen resp. 63 Neuerkrankungen pro 100'000 Einwohner/-innen). Bei den Frauen ist in diesem Zeitraum Brustkrebs am häufigsten, gefolgt von den Kolon-/Rektumkarzinomen (jährlich 142 Neuerkrankungen, resp. 38 Neuerkrankungen pro 100'000 Einwohner/-innen).

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Krebs ist nach den Herzkreislaufkrankheiten die zweithäufigste Todesursache in der Schweiz. Mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung in der Schweiz werden Krebserkrankungen zukünftig ein noch wichtigeres Thema werden. Zu den häufigsten Krebsarten bei Männern und Frauen in der Schweiz in Bezug auf die Risikofaktoren Ernährung, Bewegung, Alkohol und Tabak gehören Darmkrebs (Kolon-/Rektum-Karzinome), Brustkrebs, Prostatakrebs und Lungen-/Bronchien-/Luftröhrenkrebs.

Um die Wirkung von Massnahmen im Bereich der Prävention oder Behandlung von Krebs-Erkrankungen zeigen zu können, ist eine Darstellung der wichtigsten Krebserkrankungen von grosser Relevanz.

Definition

Der Indikator zeigt die Rate, also die Anzahl der Neuerkrankungen, die innerhalb einer festgelegten Bevölkerungsgruppe in einem bestimmten Zeitraum auftreten. In der Epidemiologie wird dafür auch der Begriff Inzidenz verwendet. Im vorliegenden Indikator wird als Rate die Anzahl der Neuerkrankungen pro 100‘000 Einwohner/-innen pro Jahr gezeigt. Die Daten nach Kanton und Geschlecht sind gemäss der Europäischen Standardbevölkerung 1976 alters-standardisiert, bei den Daten nach Alter und Geschlecht handelt es sich um die rohen Raten.

Die Krebstypen wurden anhand ihrer ICD-10 Codes bestimmt:

  • C00-43, 45-97: Alle Krebsarten (ausser nicht-melanotische Hautkarzinome)
  • C18-20: Colon/Rektumkarzinome
  • C33-34: Lunge, Bronchial und Luftröhrenkrebs
  • C50: Brustkrebs
  • C61: Prostatakrebs

Es gibt mehrere Ursachen für räumlich-zeitliche Differenzen zwischen kantonalen Krebsinzidenzraten (Umweltfaktoren, diagnostische Faktoren, Datenverfügbarkeit, etc.). Die dargestellten Inzidenzraten müssen daher mit Vorsicht interpretiert werden. Mit dem Krebsregistrierungsgesetz wird zukünftig eine gesamtschweizerisch verein­heitliche Krebsregistrierung geschaffen, was die Vergleichbarkeit der Daten zur Krebsbelastung in allen Kantonen weiter verbessert.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quellen: Die Schweizer Krebsdaten wurden von der Stiftung NICER (Nationales Institut für Krebsepidemiologie und -registrierung) und den Krebsregistern in den Kantonen Aargau (seit 2013), Basel, Bern (seit 2014), Freiburg (seit 2006), Genf, Glarus, Graubünden, Luzern, Uri, Obwalden, Nidwalden (seit 2010), Neuchâtel, Jura, St.Gallen, Appenzell, Thurgau (seit 2012), Ticino, Valais, Vaud, Zürich und Zug zur Verfügung gestellt. Die Kantone Schaffhausen, Schwyz und Solothurn führen zum Beobachtungszeitpunkt 2018 noch kein kantonales Krebsregister.
Weitere Daten und Informationen zum Thema Krebserkrankungen können auf der Webseite von NICER sowie im Schweizer Krebsbericht 2015 gefunden werden.
 

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch
 

Zuletzt aktualisiert

01.10.2018