Dieser Indikator wird zurzeit überarbeitet, da neue Daten verfügbar sind.


Im Jahr 2017 sind in der Schweiz 57,2% der Bevölkerung, die unter einer nichtübertragbaren Krankheit (NCD) leiden, körperlich selbständig. Das heisst, sie sind bei üblichen Alltagstätigkeiten nicht eingeschränkt. Personen, die nicht von einer NCD betroffen sind, sind zu 87,7% selbständig.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Die körperliche Selbständigkeit ist eine der Grundvoraussetzungen, unabhängig vom persönlichen Umfeld oder von Unterstützungsdiensten zu leben und den Tag autonom zu bestimmen. Bekannt ist, dass die körperliche Selbständigkeit oft im höheren Alter, nach Stürzen und bei (chronischen) Krankheiten abnimmt und dass es schwierig sein kann, sie wieder vollständig zu erlangen. Der Autonomieverlust kann sich auch auf die berufliche Tätigkeit, die sozialen Beziehungen und das psychische Befinden auswirken.

Mit der Zunahme der nichtübertragbaren Krankheiten sind die Folgen der Einschränkungen bei alltäglichen Aktivitäten und Einbussen bei der Selbständigkeit auch für die Gesamtbevölkerung von wachsender Bedeutung. Umso wichtiger sind Public Health Massnahmen zur Erhaltung der körperlichen Selbstständigkeit in allen Lebensphasen wie z.B. eine ausgewogene Ernährung und genügend körperliche Bewegung.

Definition

Dieser Indikator wurde auf Basis der Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) berechnet.

Er zeigt die Anteile der Bevölkerung ab 15 Jahren ohne gesundheitliche Einschränkung bei gewöhnlichen Aktivitäten des täglichen Lebens nach den beiden Gruppen 'Personen mit mindestens einer NCD' und 'Personen ohne NCD'. Zudem wird der Indkator auch nach Art der NCD ausgewiesen.

Er beruht 2017 auf der  Frage TKRAN08 aus der SGB: «Seit mindestens 6 Monaten, wie sehr sind Sie eingeschränkt durch ein gesundheitliches Problem bei gewöhnlichen Aktivitäten im täglichen Leben? Würden Sie sagen, Sie sind…» Folgende Antwortkategorie wurde berücksichtigt: Überhaupt nicht eingeschränkt.

In der Befragung von 2012 war diese Frage schriftlich erhoben und zudem anders formuliert worden. In der Befragung von 2017 wurde diese Frage mündlich gestellt. Aus diesem Grund können die Werte von 2012 und 2017 nur bedingt miteinander verglichen werden.

Eine Erklärung der soziodemographischen Variablen findet sich im Dokument: Definition der Merkmale

Die Beschreibung des angewendeten Filters für die Identifizierung von nichtübertragbaren Krankheiten findet sich unter folgendem Link:  Beschreibung des NCD-Filters

Quelle

Weiterführende Informationen

  • Höpflinger, F. et al. (2011). Pflegebedürftigkeit und Langzeitpflege im Alter. Aktualisierte Szenarien für die Schweiz. Buchreihe des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums. Verlag Hans Huber, Bern: Buch.

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Zuletzt aktualisiert

19.05.2021