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Von 1999 bis 2019 ist in der Schweiz die Rate der Substitutionsbehandlungen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner von 2,5 auf 1,9 zurückgegangen. Die Anzahl der Substitutionsbehandlungen lag in diesem Zeitraum zwischen 16'500 und 18'000 jährlichen Behandlungen und war somit relativ konstant.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Die Substitutionstherapie hat sich als wichtigste Behandlungsmethode für Opioidabhängigkeiten etabliert. Bei Opioidabhängigkeit besteht eine Substitutionsbehandlung darin, illegal konsumierte Opioide (Heroin) durch die ärztliche Verordnung eines legalen Medikamentes mit ähnlicher Wirkung zu ersetzen (Methadon, Buprenorphin, orales retardiertes Morphin u.a.). Idealerweise wird diese Behandlung mit somatischen, psychiatrischen, psychotherapeutischen, sozialarbeiterischen oder sozialpädagogischen Massnahmen begleitet.

Die Behandlungsnachfrage ist einerseits Ausdruck der Problemlast, andererseits geben Kenntnisse zu Charakteristika von Personen in Behandlung wichtige Informationen für in diesem Gebiet tätige Fachleute.

Definition

Der Indikator zeigt die jährliche Anzahl Personen in einer opioidgestützten Substitutionsbehandlung pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Dargestellt werden die Daten der nationalen Substitutionsstatistik, welche die Substitutionsbehandlungen seit 1999 systematisch erfasst. Seit 2016 wird die Substitutionsstatistik durch Sucht Schweiz in enger Zusammenarbeit mit den kantonsärztlichen Diensten realisiert und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesamtes für Gesundheit. Die Substitutionsstatistik stellt eine Vollerhebung in Bezug auf die Anzahl der pro Jahr durch die zuständigen kantonsärztlichen Dienste registrierten Behandlungen dar. Bei dem Vergleich der Alterskategorien über die Zeit muss zwingend die unterschiedliche Beteiligung der Kantone berücksichtigt werden. Die aufgeführten relativen Anteile sind aber gegenüber diesen Teilnahmeschwankungen weniger empfindlich als die absoluten Zahlen.

Durch die Einführung neuer Erhebungsstandards und einer neuen Applikation zuhanden der Kantone für die Registrierung und Bewilligung der Behandlungen sollen mit der Zeit weitere Informationen gesammelt werden, die eine Erweiterung der Analysemöglichkeiten erlauben sollen.

Quelle

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch

Auskunft

Tel. +41 58 463 60 45
obsan@bfs.admin.ch
https://www.obsan.ch/de/kontakt

Zuletzt aktualisiert

29.01.2021