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Im Jahr 2018 rauchten in der Schweiz 5,7% der Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren. Im Jahr 1994 waren es noch 18,1%. Mit Ausnahme von 2010 ist der Tabakkonsum seit 1994 tendenziell zurückgegangen.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Die meisten Jugendlichen sind neugierig und haben Lust, neue Erfahrungen zu machen. Deshalb kann es vorkommen, dass sie psychoaktive Substanzen wie Tabak probieren.

Der Tabakkonsum birgt jedoch akute und auch längerfristige Risiken: Rauchen steht im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen und kann Krebs sowie andere Erkrankungen (z.B. Herz- und Blutgefässkrankheiten, Erkrankungen des Verdauungstrakts) verursachen bzw. begünstigen. Diese Krankheiten lassen sich üblicherweise erst im Erwachsenenalter beobachten. Einige dieser Erkrankungen können jedoch schon im Jugendalter auftreten.

Das Gehirn von Jugendlichen reagiert verglichen mit demjenigen von Erwachsenen stärker auf Nikotin, weshalb sie auch bei geringem Konsum gefährdeter sind, eine Abhängigkeit zu entwickeln. Dann mit dem Rauchen aufzuhören, ist besonders schwierig. Ausserdem ist die Wahrscheinlichkeit, im Erwachsenenalter regelmässig zu rauchen, höher, wenn schon im Jugendalter geraucht wurde. Nicht zu vergessen ist, dass durch Passivrauchen auch die Gesundheit der Mitmenschen gefährdet werden kann.

Dieser Indikator zeigt die Verbreitung von Tabakkonsum unter Jugendlichen und wie sich dieser über die Zeit verändert. Er dient dazu, Handlungsbedarf zu erkennen und gegebenenfalls Gesundheitsförderungs- und Präventionsmassnahmen in dieser Altersgruppe zu ergreifen.

Definition

Dieser Indikator basiert auf der Schweizer Schülerinnen- und Schülerbefragung „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC).

Der Indikator gibt den Anteil der 11- bis 15-jährigen Jugendlichen an öffentlichen Schulen an, die rauchen (d.h. jeden Tag, mindestens einmal in der Woche, aber nicht jeden Tag oder weniger als einmal in der Woche). Er wurde auf Basis der Frage ‚Wie oft rauchst du zurzeit? (Antwortkategorien: jeden Tag/mindestens einmal in der Woche, aber nicht jeden Tag/weniger als einmal in der Woche/nie)‘ berechnet. Die Frage zielt auf das Rauchen von herkömmlichen Zigaretten ab. Ergänzend zeigt das Ringdiagramm die Verteilung auf die 4 Antwortkategorien auf.

Vergleichbare Daten stehen für die Befragungen von 1994, 1998, 2002, 2006, 2010, 2014 und 2018 zur Verfügung.

Sprachregion: Die Bestimmung, welcher Sprachregion eine befragte Schulklasse angehört, hängt von der Sprache der zugesandten Fragebogen ab (Deutsch, Französisch oder Italienisch). Diese richtet sich grundsätzlich nach der (offiziellen) Sprache der Standortgemeinde der Schule, in der sich die Klasse befindet. Klassen im rätoromanischen Sprachgebiet haben die deutsche Fassung des Fragebogens erhalten. Die Schülerinnen und Schüler dieser Klassen sind entsprechend in der Kategorie ‚Deutsch‘ enthalten.

Die nationale HBSC-Stichprobe umfasst eine begrenzte Anzahl von 11- bis 15-Jährigen im italienischen Sprachgebiet. Für diese vergleichsweise kleine Gruppe von Jugendlichen errechnete Ergebnisse wären mit grossen Fehlermargen (bzw. Vertrauensintervallen) behaftet. Ausserdem können sie nicht als repräsentativ für alle 11- bis 15-Jährigen im italienischen Sprachgebiet erachtet werden. Deshalb wurden die Jugendlichen im italienischen Sprachgebiet gemeinsam mit denjenigen im französischen Sprachgebiet analysiert.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quelle: Sucht Schweiz (Studie „Health Behaviour in School-aged Children“, HBSC)
Referenzen: Delgrande Jordan, M., Schneider, E., Eichenberger, Y, & Kretschmann, A. (2019). La consommation de substances psychoactives des 11 à 15 ans en Suisse – Situation en 2018 et évolutions depuis 1986 – Résultats de l’étude Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) (rapport de recherche No 100). Lausanne: Addiction Suisse. (Link) (Zusammenfassung auf Deutsch)
Weiterführende Informationen:
-Internationale HBSC-Studie (Link)
-Schweizerische HBSC-Studie (Link)
 

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
 

Zuletzt aktualisiert

28.03.2019