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In der Schweiz verursacht der Alkohol mit Abstand den grössten Teil der Schäden, wenn Fahrten unter Substanzeinfluss betrachtet werden. Die Schäden durch Fahren unter Drogeneinfluss sind auf ähnlichem Niveau wie 1992, während die Schäden durch Fahren unter Medikamenteneinfluss zunehmen. Insgesamt gehen die von Fahren unter Substanzeinfluss verursachten Schäden seit 1992 zurück: die Anzahl Verkehrsunfälle, die Anzahl an Schwerverletzten und auch die Anzahl an Verkehrstoten haben abgenommen. Waren es 1992 noch 2'902 Verkehrsunfälle, zählen sich für das Jahr 2019 insgesamt noch 1'848 Verkehrsunfälle. Es gibt wesentlich mehr schwerverletzte Männer (2019: 391) bei Verkehrsunfällen unter Substanzeinfluss als Frauen (2019: 117).

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Viele Menschen konsumieren psychoaktive Substanzen ohne sich und andere zu gefährden. Manche gehen jedoch unter Substanzeinfluss Risiken ein, oder verlieren die Kontrolle über ihren Konsum oder ihr Verhalten. Der Konsum psychoaktiver Substanzen kann für die Betroffenen und ihr Umfeld Leid mit sich bringen und hohe gesellschaftliche Kosten verursachen.

Definition

Der Indikator zeigt die Rate (pro 100'000 Einwohner/-innen) und das Total der Unfälle, der Schwerverletzten und der Verkehrstoten aufgrund des Fahrens unter Substanzeinfluss (Alkohol, Drogen, Medikamente).

Der Indikator basiert auf der Statistik der Strassenverkehrsunfälle (SVU). Die SVU wird anhand der Angaben der kantonalen und kommunalen Polizeistellen sowie des Schadenzentrums des VBS erstellt. Diese melden dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) alle registrierten Strassenverkehrsunfälle und Merkmale zum Unfall (beispielsweise beteiligte Personen, Unfallort und Unfalltyp). Die SVU ist damit eine Vollerhebung sämtlicher Unfälle mit Personenschaden sowie der bei der Polizei gemeldeten Unfälle ohne Personenschaden (nur Sachschaden). Das Total der Unfälle enthält somit alle Unfälle mit Sach- und/oder Personenschaden.

Zu beachten ist, dass die Addierung der einzelnen Substanzen (Alkohol, Drogen, Medikamente) nicht das Total ergibt, da einem Unfall, einem Schwerverletzten oder einem Todesfall auch ein multipler Substanzgebrauch (beispielsweise Alkohol und Medikamente zusammen) zugeordnet werden kann.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quellen: Bundesamt für Statistik (Strassenverkehrsunfälle); Bundesamt für Strassen (Unfalldaten)
 

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch

Auskunft

Tel. +41 58 463 60 45
obsan@bfs.admin.ch
https://www.obsan.ch/de/kontakt

Zuletzt aktualisiert

07.05.2020