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Zwischen 2009 und 2017 ist in der Schweiz die Zahl der (polizeilich erfassten) Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgrund von Handel von 7674 auf 8256, d.h. um 7,6% gestiegen. Am stärksten an dem Anstieg beteiligt waren die Verstösse wegen Hanfprodukten, deren Anteil in dieser Zeit von 34,1% auf 42,1% zunahm. Der Anteil der Verstösse mit Beteiligung mehrerer Substanzgruppen erhöhte sich ebenfalls im selben Zeitraum von 13,3% auf 16,2%. In der Kategorie "mehrere Substanzgruppen" können auch Verstösse aufgrund von Hanfprodukten enthalten sein. Achtung: Die Daten widerspiegeln die Handlungen der Polizei. Sie können ohne Zusammenhang mit der tatsächlichen Anzahl der Straftaten stehen. Deshalb können die Daten über die Zeit schwanken.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Die Drogenkriminalität ist ein wesentlicher Bestandteil der Schadenslast von Suchtverhalten. Der Schaden für die Gesellschaft kann bei Betäubungsmitteln unter anderem anhand der Zahl Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz geschätzt werden.

Dieser Indikator steht in Zusammenhang mit dem suchtstrategischen Ziel, die negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft zu verringern.

Definition

Der Indikator zeigt die Zahl der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgrund des Handels mit Betäubungsmitteln. Nicht alle Substanzen sind gleich einfach polizeilich zu verfolgen, weshalb der Indikator nur näherungsweise die Anteile der gehandelten Substanzen wiedergibt.

In die polizeiliche Kriminalstatistik fliessen alle von der Polizei registrierten Straftaten zu Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Die Verstösse werden nach Substanzen kategorisiert und deren Anteile ausgewiesen. Da eine Dunkelziffer existiert, bildet die Statistik nicht das tatsächliche Kriminalitätsvorkommen ab, sondern die von der Polizei aufgezeichnete Kriminalität. Eine Veränderung der Anstrengungen/Ressourcen zur Verfolgung der Delikte oder unter anderem des Anzeigeverhaltens in der Bevölkerung können die Grenze zwischen der polizeilich registrierten Kriminalität und der Dunkelziffer verändern, obwohl in Wirklichkeit das tatsächliche Kriminalitätsvorkommen unverändert bleiben kann.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quellen: Bundesamt für Statistik (Polizeiliche Kriminalstatistik)

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch

Zuletzt aktualisiert

01.06.2019