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Die wirtschaftlichen Kosten nichtübertragbarer Krankheiten (NCDs) können nach direkten und indirekten Kosten unterteilt werden. Für die Schweiz werden im Jahr 2011 die gesamten direkten Kosten der NCD auf knapp 52 Mia. Franken geschätzt. Damit haben die NCDs einen Anteil von 80% an den gesamten direkten Gesundheitsausgaben (im Indikator nicht gezeigt; siehe Wieser et al. 2014). Die Summe der direkten und indirekten Kosten der sieben wichtigsten NCDs beläuft sich im selben Jahr auf ca. 74 Mia. Franken: die Herzkreislauf-Erkrankungen, die muskuloskeletalen Erkrankungen und die psychischen Störungen verursachen die grössten Kosten. Indirekte Kosten sind besonders hoch bei psychischen Erkrankungen und bei Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) sind nicht nur belastend für die erkrankte Person und ihre Umgebung, sie ziehen auch grosse Kosten für die Gesellschaft nach sich, und zwar direkte Kosten und indirekte Kosten.

Die Dämpfung aller Kosten, die auf nichtübertragbare Krankheiten zurückzuführen sind, ist ein wichtiges Ziel der NCD-Strategie.

Definition

Der Indikator weist diese Schätzung für die direkten Kosten aller NCDs und für die Summe der direkten und indirekten Kosten der sieben wichtigsten NCDs aus.

Direkte Kosten sind monetäre Ausgaben, die für medizinische und nicht-medizinische Massnahmen getätigt werden müssen. Bei indirekten Kosten fliesst kein Geld. Es entsteht jedoch ein Verlust an Ressourcen, meistens aufgrund einer verminderten Produktivität, z.B. wegen Arbeitsabsenzen. Intangible Kosten wie Schmerz oder Trauer werden in diesen Kostenschätzungen nicht berücksichtigt.  

Detaillierte Definitionen und Berechnungen finden sich in der Studie: Wieser et al. (2014).

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quellen: Wieser Simon, Yuki Tomonaga, Marco Riguzzi, Barbara Fischer, Harry Telser, Mark Pletscher, Klaus Eichler, Melanie Trost, Matthias Schwenkglenks (2014). Die Kosten der nichtübertragbaren Krankheiten in der Schweiz. Schlussbericht. Studie im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG. Winterthur: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) (Studie).

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch

Zuletzt aktualisiert

01.06.2019