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Der Indikator bietet eine Übersicht über die bei Hospitalisierungen am häufigsten gestellten psychiatrischen Diagnosen (F-Hauptdiagnosen gemäss der Internationalen Klassifikation der Krankheiten ICD10 der WHO). Da er aus der Sicht der Patientin bzw. des Patienten und nicht aus jener der Institution konzipiert ist, umfasst er sämtliche F-Diagnosen, unabhängig davon, ob diese in einer psychiatrischen Klinik oder in einem somatischen Spital gestellt wurden. Die fünf häufigsten Diagnosen oder Diagnosegruppen – das heisst F10, F11-F19, F2, F32-F33 und F4 gemäss ICD-10 – decken schweizweit über drei Viertel aller stationären psychiatrischen Behandlungsfälle ab.

Definition

Der Indikator zeigt die Anteile der häufigsten psychiatrischen Diagnosegruppen bei stationären Behandlungen. Die Prozentwerte beziehen sich auf alle stationären Fälle von 15-jährigen und älteren Patientinnen/Patienten mit psychiatrischer Hauptdiagnose (F-Diagnose). Die Hospitalisierungen dauerten mindestens 24 Stunden (oder ein Bett war über Nacht belegt) und können sowohl in psychiatrischen Kliniken (K21), in den psychiatrischen Abteilungen allgemeiner Krankenhäuser (Leistungsstelle «Psychiatrie und Psychotherapie» M500) als auch in somatischen Spitälern/Abteilungen erfolgt sein (d.h. in sämtlichen Kliniken, die nicht unter K21 klassiert sind und deren Kosten nicht auf die Leistungsstelle M500 gebucht werden).

Beobachtungseinheit ist eine Hospitalisierung, für welche ein Austrittsdatum zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember des Erhebungsjahrs registriert ist. Da jeder Austritt gezählt wird, übersteigt die Anzahl Fälle die Anzahl behandelter Personen.

Quelle

Bundesamt für Statistik
Medizinische Statistik der Krankenhäuser
Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP)

 

Zuletzt aktualisiert

27.11.2018