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Frakturen der Hüfte sind typische Knochenbrüche des höheren und hohen Alters. Die zunehmende Sturzanfälligkeit und eine erhöhte Knochenbrüchigkeit – vor allem der älteren Frauen – führt vermehrt zu diesen folgenschweren Ereignissen. Nicht selten lässt sich eine bleibende Verminderung der Lebensqualität, unter anderem durch Mobilitätseinschränkungen bis zu Abhängigkeit und Pflegebedürftigkeit nicht verhindern. Im ersten Jahr nach einer Hüftfraktur ist auch das Sterberisiko deutlich erhöht. Die Kosten für Therapie und Pflegeleistungen sind hoch.

Dieser Indikator stellt die Hospitalisierungsrate der Personen mit Schenkelhalsfraktur oder pertrochanterer Femurfraktur (sogenannte Hüftfrakturen) in somatischen Akutspitälern dar. Da man davon ausgehen kann, dass der überwiegende Anteil der Personen, die eine Hüftfraktur erleiden, stationäre Spitalpflege benötigt, ist der Indikator näherungsweise auch ein Wert für die Krankheitslast in der Bevölkerung.

Definition

Anzahl der Spitalaustritte pro Jahr in somatischen Akutspitälern mit der ICD-10 Codierung S720, Schenkelhalsfraktur, und S721, pertrochantere Femurfrakturen, in Haupt- oder Nebendiagnosen pro 1’000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die Abgrenzung der Versorgungsbereiche und die Definition der Fälle werden auf folgender Seite detailliert beschrieben: Abgrenzung und Falldefinition

Formel für die Berechnung dieses Indikators

Die standardisierte Rate wurde anhand der direkten Methode wie folgt berechnet:

Nij: Zahl der Personen in der Altersgruppe i und Geschlecht j in der Standardbevölkerung
rij: Alters- und geschlechtsspezifische Rate
Als Standardbevölkerung wurde die europäischen Standardpopulation 2010 (Eurostat 2013) verwendet.

Das Vertrauensintervall ist ein Mass für die Präzision der Schätzung. Es definiert Grenzen, innerhalb derer der Wert mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% zu finden ist. Der Standardfehler und die 95% Konfidenzintervalle wurden basierend auf einer Gamma-Approximation der Varianz der Rate berechnet (Tiwari et al., 2006).

Referenzen

Eurostat: “Revision of the European Standard Population”, eurostat methodologies and working papers, eurostat 2013, p.121.
Tiwari, R. C., Clegg, L. X., & Zou, Z. (2006). Efficient interval estimation for age-adjusted cancer rates. Statistical methods in medical research, 15(6), 547-569.

Quellen

Bundesamt für Statistik
Medizinische Statistik der Krankenhäuser
Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP)

Auskunft

Tel. +41 58 463 60 45
obsan@bfs.admin.ch
https://www.obsan.ch/de/kontakt

Zuletzt aktualisiert

05.03.2020