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Übergewicht und Adipositas (starkes Übergewicht) sind Risikofaktoren für zahlreiche nicht-übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und einige Krebsarten. Zudem wird Adipositas als eine eigene Erkrankung betrachtet. Übergewicht kann verschiedene Ursachen haben: Es kann genetisch, physiologisch oder kulturell (ästhetische Kriterien) mitversursacht sein sowie abhängig von Verhaltensweisen (Ernährung, körperliche Aktivität) oder Umgebungsfaktoren (Raum-, Umgebungsgestaltung, Art und Weise der Fortbewegung) vermehrt entstehen. Übergewicht hat sowohl individuelle als auch gesellschaftliche Auswirkungen (Erhöhung der Gesundheitskosten). Untergewichtige Personen haben ein erhöhtes Risiko der Unterversorgung an essentiellen Nährstoffen. Oft sind sie anfälliger für verschiedene Erkrankungen und zur Entwicklung  einer Osteoporose. Die Definition von Adipositas (starkes Übergewicht), Übergewicht, Normalgewicht und Untergewicht erfolgt hier über den Body-Mass-Index (BMI), ein Mass, das Körpergewicht und Körpergrösse kombiniert.

Definition

Dieser Indikator basiert auf der Schweizerischen Gesundheitsbefragung. Er zeigt die Verteilung der 18-jährigen und älteren, in einem Privathaushalt lebenden Bevölkerung nach Body Mass Index (Definition der Kategorien gemäss Weltgesundheitsorganisation WHO).

Definition der einzelnen Dimensionen

Den Body-Mass-Index erhält man, indem das Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat der Körpergrösse (in Metern) dividiert wird. Body Mass Index = Körpergewicht in kg / (Körpergrösse in m)2

Der Index aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (BMIGRP4) beruht auf folgenden Fragen:

«Können Sie mir sagen, wie gross Sie ohne Schuhe sind?» (TGEZU01b)
«Und wie schwer sind Sie (ohne Kleider)?»
Für schwangere Frauen: «Wie schwer waren Sie zu Beginn der Schwangerschaft?» (TGEZU02b)

Folgende Wertebereiche werden benutzt:

BMI < 18.5 = untergewichtig
18.5 < BMI < 25 = normalgewichtig
25 < BMI < 30  = übergewichtig
30 < BMI =  adipös (stark übergewichtig)
 

Quellen

Bundesamt für Statistik
Schweizerische Gesundheitsbefragung

Zuletzt aktualisiert

10.04.2019