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Die Lebenserwartung dient als Indikator für die Langlebigkeit einer Bevölkerung. Die Langlebigkeit einer Bevölkerung kann verschiedenen gesundheitsrelevanten Faktoren zugeschrieben werden wie sozioökonomischen und umweltbedingten Faktoren, Sitten und Lebensstil sowie individuellen Faktoren. Es handelt sich dabei um einen weitgehend unbestrittenen und verfügbaren Indikator, der einen Vergleich der Regionen und Länder zulässt.

Definition

Die Lebenserwartung beschreibt das durchschnittliche Todesalter einer fiktiven Generation unter den heutigen/gegenwärtigen Voraussetzungen. Eine fiktive Generation ist eine Generation, welche in jedem Lebensjahr dasselbe (fiktive) Sterberisiko aufweist wie die Personen, die heute im selben Alter sind.

Formel für die Berechnung dieses Indikators

Lebenserwartung bei der Geburt / im Alter von 65 Jahren:

i = Alter
S(i) = Überlebenswahrscheinlichkeit im Alter von (i – 1) x Überlebenswahrscheinlichkeit im Alter von i
Um Schwankungen auf kantonaler Ebene aufgrund von kleinen Stichproben zu vermeiden, wurde die Lebenserwartung jeweils über die letzten 5 Jahre (gleitender Mittelwert) berechnet.

Referenzen

Preston Samuel, Heuveline Patrick, Guillot Michel: “Demography: Measuring and Modeling Population Processes”. Wiley- Blackwell 2000. p.49
Chin Long Chiang: “The Life Table and its Applications”. Krieger Publishing Company, Malabar, FL 1984. (pp. 137-152, 286)
Wunsch Guillaume. The life table: a demographic overview, in: G. Wunsch, M. Mouchart, and J. Duchêne (eds.). The Life Table. Modelling Survival and Death. Dordrecht, Kluwer 2002. (pp. 22-23)

Quellen

Bundesamt für Statistik
Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung (BEVNAT)
Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP)

Zuletzt aktualisiert

20.12.2018