Drucken

In der ambulanten Versorgung sind Spezialärztinnen und -ärzte in Ergänzung zu Allgemeinärztinnen und -ärzten tätig. Dank der Schweizerischen Gesundheitsbefragung können bestimmte Bevölkerungsgruppen beschrieben werden, die die Unterstützung der Spezialärztinnen und -ärzte benötigen. Aufgrund der Anzahl und der Häufigkeit der Konsultationen in einer Spezialarztpraxis können auch – in einem Teilbereich – der Bedarf an Gesundheitspersonal, die Gesundheitskosten sowie der Zugang zu den medizinischen Leistungen abgeschätzt werden.

Definition

Dieser Indikator basiert auf der Schweizerischen Gesundheitsbefragung.

Definition der einzelnen Dimensionen

Er setzt sich aus zwei verschiedenen Komponenten zusammen:
(1) Anteil der 15-jährigen und älteren, in einem Privathaushalt lebenden Bevölkerung, die mindestens einmal in den letzten 12 Monaten bei einer Spezialärztin oder einem Spezialarzt (ohne Gynäkologie) war.
(2) Durchschnittliche jährliche Anzahl Spezialarztkonsultationen derjenigen Personen, die in den letzten 12 Monaten eine Spezialärztin oder einen Spezialarzt aufgesucht haben.

Die für diesen Indikator verwendeten Fragen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung lauten:
Bei Frauen:
«Sind Sie in den letzten 12 Monaten bei einem Arzt (inklusive Spezialisten und Gynäkologen) gewesen, den Zahnarzt nicht mitgerechnet?» (Inanspruchnahme mediz. ambul. Dienstleistungen, TINAN31)
«Wie häufig sind Sie in den letzten 12 Monaten bei einem anderen Spezialisten ausser dem Frauenarzt gewesen?» (Inanspruchnahme mediz. ambul. Dienstleistungen, TINAN18)
Bei Männer:
«Wie häufig sind Sie in den letzten 12 Monaten bei einem Spezialisten gewesen?» (Inanspruchnahme medizinischer Dienstleistungen, TINAN16)

Der Begriff „Spezialarzt / Spezialärztin“ wird im Fragebogen ohne weitere Definition verwendet. Die Definition der interviewten Person von Spezialarzt / Spezialärztin“ entspricht demnach nicht unbedingt einem Weiterbildungstitel in einer medizinischen Fachrichtung wie dies bei den offiziellen Titeln der FMH (Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte) der Fall ist.

Quellen

Bundesamt für Statistik
Schweizerische Gesundheitsbefragung

Zuletzt aktualisiert

10.04.2019