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Der Indikator konzentriert sich auf die stationären psychiatrischen und somatischen Einrichtungen in der Schweiz und zeigt, wie sich dort die häufigsten Behandlungstypen aufgrund einer psychiatrischen Diagnose (F-Hauptdiagnose gemäss der Internationalen Klassifikation der Krankheiten ICD-10 der WHO) verteilen. Diese Behandlungen sind in vier Gruppen gegliedert: In der ersten Gruppe finden sich die Notfälle, das heisst Behandlungen in Krisensituationen oder -phasen. Die zweite Gruppe umfasst die Psychotherapien und zwar Einzel-, Gruppen-, Paar- oder Familientherapien. Die dritte Gruppe enthält die integrierten psychiatrischen Behandlungen, zu denen verschiedene Aktivitäten zählen: psychiatrische oder somatische Untersuchung bzw. Diagnose, spezifische therapeutische oder pharmazeutische Behandlung, sozialtherapeutische Massnahmen, spezifische Therapieangebote. Alle Behandlungen, die sich nicht einer der drei genannten Gruppen zuordnen lassen, werden in der vierten Gruppe der anderen Behandlungen zusammengefasst.

 

Definition

Der Indikator zeigt die Anteile der häufigsten Behandlungstypen bei 15-jährigen und älteren Patientinnen/Patienten mit psychiatrischer Hauptdiagnose (F-Diagnose). Die Behandlungen können sowohl in psychiatrischen Kliniken (K21), in den psychiatrischen Abteilungen allgemeiner Krankenhäuser (Leistungsstelle «Psychiatrie und Psychotherapie» M500) als auch in somatischen Spitälern/Abteilungen stattgefunden haben (sämtliche Kliniken, die nicht unter K21 klassiert sind und deren Kosten nicht auf die Leistungsstelle M500 gebucht werden).

Beobachtungseinheit ist eine Hospitalisierung, für welche ein Austrittsdatum zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember des Erhebungsjahrs registriert ist.

Die Informationen zur Bildung dieser vier Gruppen stammen aus dem Psychiatriezusatzdatensatz der Medizinischen Statistik der Krankenhäuser. Der Abdeckungsgrad dieser Zusatzdaten beträgt nicht 100%, da einerseits bei Fällen in somatischen Spitälern/Abteilungen überhaupt keine Psychiatriezusatzdaten erhoben werden und andererseits deren Erhebung in psychiatrischen Kliniken und psychiatrischen Abteilungen freiwillig ist. Für die Patientinnen und Patienten, welche in Kantonen wohnhaft sind, in denen der Anteil verfügbarer Psychiatriezusatzdaten nur klein ist, sind der Analyse der Zusatzdaten klare Grenzen gesetzt: Anteil verfügbarer Psychiatriezusatzdaten

Quelle

Bundesamt für Statistik
Medizinische Statistik der Krankenhäuser, Psychiatrie-Zusatzdaten

Zuletzt aktualisiert

27.11.2018