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Die durchschnittliche Unterwegszeit zu Fuss oder per Velo/E-Bike liegt in der Schweiz 2015 bei 34,0 Minuten pro Tag und Person. Seit 2005 ist dieser Wert stabil. Durchschnittlich legt 2015 jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz täglich 2,33 Etappen oder eine Distanz von 2,8 km zu Fuss oder mit dem Velo/E-Bike zurück.

Der Anteil der aktiven Mobilität (zu Fuss/Velo/E-Bike) an der Gesamtheit der Mobilität liegt bei der Unterwegszeit bei 41,1%. Somit erreicht die körperlich aktive Mobilität insgesamt ähnliche Anteile wie der motorisierte Individualverkehr (42,4%). Bei der Distanz verzeichnet die körperlich aktive Mobilität naturgemäss einen geringeren Anteil (7,6%) an der insgesamt zurückgelegten Distanz. Daher ist es bedeutsam, von welcher Messgrösse man spricht.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

«Körperlich aktive Mobilität», d.h. Alltagsbewegung wie zu Fuss gehen oder Fahrradfahren hat einen grossen Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden und die Gesundheit. Genügend körperliche Aktivität bietet einen effektiven Schutz vor zahlreichen körperlichen und psychischen Krankheiten. Massnahmen der Bewegungsförderung sind insbesondere bei Personen wichtig, die sich bisher zu wenig bewegen, da diese bei einer Erhöhung der körperlichen Aktivität am meisten für ihre Gesundheit profitieren.

Zu Fuss gehen oder mit dem Velo fahren sind besonders zugängliche Bewegungsformen. Sie bieten eine niederschwellige Möglichkeit, sich regelmässig gesundheitsrelevant zu bewegen. Körperlich aktive Mobilität beinhaltet unter anderem Arbeits-, Einkaufs-, Service- und Begleitwege und die Mobilität als Freizeitaktivität (Spaziergang, Wanderung, Velotour). 

Für die Wirkung der Bewegung auf die Gesundheit ist deren Häufigkeit, Dauer und Intensität wichtig. Dieser Indikator zeigt, wie gross der Umfang (Unterwegszeit, Etappen, Distanz) der beiden Bewegungsformen zu Fuss gehen und Fahrradfahren ist. Auf dieser Basis können gesundheitsfördernde Massnahmen im Bereich der körperlich aktiven Mobilität definiert werden.

Definition

Für den Begriff körperlich aktive Mobilität werden je nach Kontext auch die Synonyme Mobilität aus eigener Kraft, Human Powered Mobility oder Langsamverkehr verwendet. Unter aktiver Mobilität wird im vorliegenden Indikator die Fortbewegung zu Fuss oder mit dem Velo verstanden. Die Fortbewegung mit fahrzeugähnlichen Geräten wie dem Trottinett oder den Inlineskates kann ebenfalls darunter eingeordnet werden, wird im Indikator aber nicht ausgewiesen.

Unter der Distanz wird die Wegstrecke verstanden, die zu Fuss oder mit Fahrradfahren an einem Tag zurückgelegt wird. Die Unterwegszeit entspricht der Zeit, die für das Zurücklegen der Distanz benötigt wird (ohne Warte- und Umsteigezeiten). Unter einer Etappe versteht man einen Abschnitt des Weges, der mit einer einzigen Form von Mobilität zurückgelegt wird.

Bis 2010 wurden E-Bikes zu den Velos gezählt, da deren Bedeutung damals noch gering war. 2015 wurde zum ersten Mal die Mobilität mit E-Bikes separat erhoben und diese Kategorie ist ab diesem Jahr  im Indikator ersichtlich. Zur Kategorie E-Bikes gehören in diesem Indikator sowohl die langsamen als auch die schnellen E-Bikes, da sich die Personen auch auf letzteren aktiv fortbewegen. In anderen Auswertungen des Bundesamtes für Statistik werden die schnellen E-Bikes, wie die Mofas, zum motorisierten Individualverkehr gezählt, da für ihre Benutzung ein Führerschein erforderlich ist.

Eine Erklärung der soziodemographischen Variablen findet sich im Dokument: Beschreibung der Dimensionen.

Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen

Quelle: BFS/ARE – Mikrozensus Mobilität und Verkehr (Mikrozensus Mobilität und Verkehr)
 

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch
 

Zuletzt aktualisiert

01.10.2018