Stand per Januar 2020

Demografie und Inanspruchnahme

Statistische Grundlagen zur regionalen Pflegeheimplanung

Das Obsan stellt Kantonen und Gemeinden ein Grundlagenmodell zur Pflegeheimplanung – erweitert auf Spitex-Organisationen und intermediäre Strukturen – zur Verfügung. Es liefert Schätzungen für den zukünftigen Bedarf an Pflegebetten im Heim und an Pflegestunden zu Hause. Verschiedene demografische und epidemiologische Entwicklungen sowie versorgungspolitische Entscheidungen werden in Form von Szenarien abgebildet.
Laure Dutoit, Damian Hedinger, Olivier Pahud, Sonia Pellegrini
Obsan

Monitoring kantonale Spitalplanung

Seit einigen Jahren präsentiert das Obsan den Kantonen ein Modell für die Spitalplanung, das in Zusammenarbeit mit Statistique Vaud entwickelt und 2018 ergänzt wurde. Basierend auf einer detaillierten Analyse der bestehenden Daten hilft es, die zukünftig notwendigen Kapazitäten in den Spitälern eines Kantons abzuschätzen. Das Obsan erstellt mittels dieses Modells für verschiedene Kantone jährliche Monitoringauswertungen für die Spitalplanung oder benutzt es als Grundlage für Versorgungsberichte.
Sylvie Füglister-Dousse, Reto Jörg, Marcel Widmer
Obsan

Monitoring regionale Variationen in der Spitalversorgung

Das Obsan stellt den Kantonen Analysen zur Verfügung, die die regionalen Unterschiede in der Inanspruchnahme von Spitalleistungen innerhalb und zwischen den Kantonen vergleichen. Das Angebot wird interessierten Kantonen als jährliches Monitoring angeboten.
Marcel Widmer, Reto Jörg
Obsan

Bedarfsplanung im Bereich der Hochspezialisierten Medizin (HSM)

Die gemeinsame Planung der hochspezialisierten Medizin durch die Organe der interkantonalen Vereinbarung über die hochspezialisierte Medizin muss im Hinblick auf eine bedarfsgerechte, qualitativ hochstehende und wirtschaftlich erbrachte medizinische Versorgung erfolgen. Das Obsan erstellt im Auftrag der GDK Bedarfsanalysen zu den einzelnen Leistungsbereichen der HSM. Sie basieren auf dem Modell der Spitalplanung des Obsan.
Reto Jörg, Marcel Widmer
Obsan

Soziale Ungleichheiten in der stationären Gesundheitsversorgung in der Schweiz («Social Inequality and Hospitalisations in Switzerland», SIHOS)

Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 74 zur Versorgungsforschung bearbeitet die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ein Projekt, das das Obsan unterstützt. Daten verschiedener Erhebungen werden verknüpft und anschliessend Zusammenhänge zwischen Merkmalen der stationären Behandlung und Nachsorge sowie der sozialen Lage und der Zugehörigkeit zu einer vulnerablen Gruppe statistisch analysiert.
Lucy Bayer-Oglesby, Nicole Bachmann, Andrea Zumbrunn; Marcel Widmer, Reto Jörg
FHNW Olten; Obsan

Auswertung von HomeCareData

HomeCareData (HCD) ist eine Plattform des Spitex Verbandes Schweiz mit dem Ziel, ein datenbasiertes Qualitätsmanagement aufzubauen. Spitex-Organisationen, die mit dem Abklärungsinstrument RAI-HC arbeiten, können die Daten aus der Bedarfsabklärung für die Qualitätssicherung und für betriebliche Zwecke nutzen. Im Rahmen des NFP 74-Projektes «Bessere Daten zur Qualität der häuslichen Pflege (Spitex)» der ZHAW führt das Obsan ein Teilprojekt durch. Es analysiert diese Daten explorativ und beurteilt die Möglichkeit einer statistischen Nutzung. Die Ergebnisse werden in diesem Jahr publiziert.
Laure Dutoit, Sonia Pellegrini; Julia Dratva; Adrian Spoerri
Obsan; ZHAW Winterthur; ISPM Bern

Expansion oder Kompression der Morbidität im Alter?

Lange Zeit war man sich einig, dass die aktuell steigende Lebenserwartung mit einer Kompression der Morbidität einhergeht, oder zumindest die Zahl der Lebensjahre mit Einschränkungen nicht zunimmt. Einige neuere Studien stellen dies in Frage. Das Obsan wird eine Literaturübersicht zum neusten Stand dieser Diskussion in Auftrag geben.
Sonia Pellegrini, Jonathan Zufferey
Obsan

Gesundheitsberufe und Versorgung

Schweizer Atlas der Gesundheitsversorgung

Grosse regionale Variationen von Behandlungen in der Gesundheitsversorgung sind von Bedeutung. Das Projekt Versorgungsatlas (www.versorgungsatlas.ch) konnte die relevanten Unterschiede in der Schweiz in der Vergangenheit sehr gut aufzeigen. Der Atlas konnte jedoch aufgrund der fehlenden Finanzierung nicht aktualisiert und weiterentwickelt werden. Eine stabile Finanzierung vorausgesetzt, führt das Obsan das Projekt weiter.
Marcel Widmer
Obsan

Räumliche Zugänglichkeit zur Gesundheitsversorgung

Neuere vorliegende Daten des BFS zu den Arztpraxen (MAS-Daten) erlauben es, Versorgungsdichten von ambulanten Angeboten auf einer besseren Datengrundlage zu analysieren und die vorhandene Methode zu verfeinern. Die bereits 2019 vorgestellte Methode (Bericht 01/2019) zielt darauf ab, Versorgungsdichten kleinräumig zu ermitteln. Dies ist relevant, weil die Frage nach sachlichen Entscheidungskriterien für die Zulassung von Ärztinnen und Ärzten im ambulanten Bereich für die Kantone immer wichtiger wird.
Reto Jörg, Marcel Widmer; Ursin Caduff
Obsan; geo7 Bern

Monitoring der Verlagerung von sechs chirurgischen Eingriffsgruppen in den ambulanten Bereich

Für sechs Gruppen von chirurgischen Leistungen besteht neu die Verpflichtung, sie ambulant durchzuführen. Die entsprechende Änderung der Verordnung über die Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KLV) ist am 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Im Auftrag des BAG wird das Obsan diese Verlagerung über einen Zeitraum von zwei Jahren verfolgen und so zur Evaluation dieser Massnahme beitragen.
Sacha Roth, Sonia Pellegrini
Obsan

Vorbereitung der Patientendaten Spital ambulant (PSA) für standardisierte Analysen

Die Daten der PSA sind enorm umfangreich. Damit diese Daten für standardisierte Analysen verwendet werden können, müssen sie sinnvoll komprimiert werden. Das Obsan strebt an, sie so aufzuarbeiten, dass in Zukunft Routineauswertungen zuhanden der Kantone möglich werden. Eine Publikation mit Grundindikatoren zur Inanspruchnahme, zu Kosten und Qualität wird anvisiert.
Sonia Pellegrini, Marcel Widmer
Obsan

Gesundheit 2040

Unter dem Titel «Gesundheit 2040» hat Professor Andreas Balthasar eine Forschungsserie an der Universität Luzern in Zusammenarbeit mit Interface Politikstudien Forschung Beratung GmbH initiiert. Das Obsan übernimmt in den Teilbereichen «ambulante Grundversorgung» und «Health Professionals» einen Finanzierungsanteil und arbeitet zudem in der Begleitgruppe mit. Aus diesem Projekt, das die Meinung verschiedener Personen zur gewünschten Versorgung im Jahr 2040 mittels eines online Conjoint-Experiments (Gewichtung von Situationen) abholt, sollen unter anderem Publikationen des Obsan hervorgehen.
Andreas Balthasar, Zora Föhn, Sophie Brand; Cornel Kaufmann; Monika Diebold
Universität Luzern; Interface Luzern; Obsan

Bestandes- und Bedarfsanalysen zur ärztlichen Versorgung

Das Obsan erstellt Bestandes- und Bedarfsanalysen zur Ärzteschaft und hat dazu ein Modell aus Holland adaptiert. Im Jahr 2019 hat der Dialog Nationale Gesundheitspolitik dem Obsan ein Mandat mit dem Ziel erteilt, mithilfe dieses Modells den zukünftigen Bestand und Bedarf an Ärztinnen und Ärzten für verschiedene Fachgebiete zu ermitteln. Die Arbeiten beginnen 2020 und sind über fünf Jahre geplant.
Laila Burla, Marcel Widmer
Obsan

Planung des Bedarfs an Gesundheitspersonal

Basierend auf den Prognosen zur Inanspruchnahme der Spitalversorgung (Monitoring Spitalplanung) sowie der Langzeitpflege (statistische Grundlagen zur regionalen Pflegeheimplanung) stellt das Obsan den Kantonen ein Modell zur Verfügung, das den zukünftigen Bedarf an Gesundheitspersonal schätzt.
Clémence Merçay, Marcel Widmer
Obsan

Psychische Gesundheit, Krankheit und Behinderung

Psychische Gesundheit in der Schweiz – Monitoring 2020

Das Obsan erarbeitet den fünften Monitoringbericht zur psychischen Gesundheit in der Schweiz. Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Datenquellen zeigt der Bericht die Entwicklung des psychischen Gesundheitszustandes der Schweizer Bevölkerung und erörtert dabei Schutz- und Risikofaktoren. Der Bericht stellt zudem die Inanspruchnahme psychiatrisch-psychologischer Therapieleistungen für den ambulanten und den stationären Bereich dar. Spezifische Themenbereiche wie Invalidisierung, Statistik der Suizide und der Kosten runden den Bericht ab.
Daniela Schuler, Alexandre Tuch, Claudio Peter
Obsan

Regionale Profile der Psychiatrieversorgung in der Schweiz

Anhand der Daten zur Inanspruchnahme von ambulanten und stationären psychiatrischen Leistungen sollen für die Schweiz Versorgungsregionen abgeleitet werden (Health Service Areas, HSA) und durch ein Gremium von externen Experten validiert werden. Diese Psychiatrieregionen dienen anschliessend als Grundlage für weiterführende Analysen zu regionalen Unterschieden im Bereich der psychiatrischen Versorgung. Zum Beispiel wird der Zusammenhang zwischen regionalen Unterschieden der psychiatrischen Hospitalisierungsraten und der Versorgungsstrukturen (stationär vs. ambulant) analysiert. Für jede Versorgungsregion soll anschliessend ein Profil der Versorgungslandschaft unter Einbezug ambulanter, stationärer und intermediärer Versorgungsangebote erstellt werden. Als längerfristige Vision wäre eine interaktive Webapplikation nach dem Vorbild des Versorgungsatlas denkbar.
Alexandre Tuch, Reto Jörg; Urs Hepp, Niklaus Stulz, Constanze Reim Gautier
Obsan; Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland

Gesundheitsberichte und Monitoring

Nationaler Gesundheitsbericht 2020

Der Leistungsauftrag 2016–2020 des Obsan hält fest, dass nach 2015 wiederum ein Nationaler Gesundheitsbericht erscheinen soll. Das Thema «Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen» wird dazu als Schwerpunkt in Zusammenarbeit mit verschiedenen externen Partnern aufbereitet. Die Veröffentlichung ist für Juni 2020 angesetzt.
Claudio Peter, Monika Diebold
Obsan

Diabetes mellitus – Krankheitslast und Versorgung in der Schweiz

Diabetes mellitus ist eine Krankheit, die weltweit zunimmt. Mit diesem Projekt wird der Stand des Wissens zur Krankheitslast in der Schweiz aufgearbeitet. Gleichzeitig wird die Frage der Versorgung – besonders der vorhandenen Richtlinien und von Möglichkeiten des Monitorings – thematisiert. Das Mandat wurde an das Schweizerische Tropen- und Public Health Institut vergeben. Die Veröffentlichung ist im Jahr 2020 geplant.
Thomas Fürst, Nicole Probst-Hensch; Monika Diebold
SwissTPH Basel; Obsan

Kantonale Gesundheitsberichte 2020

Für Kantone, die einen breiten Überblick über wichtige Gesundheitsthemen mit ausführlichen Kommentaren wünschen, erstellt das Obsan den traditionellen kantonalen Gesundheitsbericht. Vier Kantone (FR, GE, SG, UR) haben dem Obsan einen Auftrag für einen solchen Bericht erteilt. Die Publikation der kantonalen Gesundheitsberichte erfolgt ab Ende Juni 2020.
Laila Burla, Damian Hedinger, Sacha Roth, Jonathan Zufferey
Obsan

Interkantonale Analysen für die lateinischen Kantone zur Bevölkerung ab 65 Jahren

In Anbetracht des steigenden Anteils älterer Personen in der Bevölkerung nimmt auch die Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung für diese Zielgruppe zu. Ein wichtiges Ziel von Public Health ist dabei, die Autonomie und Lebensqualität der älteren Bevölkerung so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Um die Präventions- und Gesundheitsförderungsmassnahmen im Zusammenhang mit diesem Ziel zu bestimmen und auszurichten, möchten die lateinischen Kantone Daten zu verschiedenen Themen bezüglich der Bevölkerung ab 65 Jahren erhalten. Das Obsan realisiert daher für das Jahr 2020 einen interkantonalen Bericht, in dem die Situation der älteren Bevölkerung in den Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg und Tessin beschrieben wird.
Clémence Merçay
Obsan

Monitoring-System Sucht und NCD (MonAM)

Im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem BAG erstellt das Obsan das online Monitoring-System MonAM zu den Strategien Sucht und nichtübertragbare Krankheiten. Ein Grossteil der Indikatoren sind inzwischen auf der Webseite unter www.monam.ch zugänglich, weitere werden laufend ergänzt. Zudem erfolgen laufend Aktualisierungen der Indikatoren, wenn neue Daten zur Verfügung stehen.
Walter Rohrbach, Oliver Zumbrunnen; Wally Achtermann, Laure Curt
Obsan; BAG

Indikatoren zur Messung der Zielerreichung von «Gesundheit2020»

Für das Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) berechnet das Obsan zusammen mit dem BAG jährlich gut 50 Indikatoren, welche die Zielerreichung der Strategie «Gesundheit2020» messen. Der Abschlussbericht wird bis Ende März 2020 finalisiert.
Monika Diebold; Pinky Girardin
Obsan; BAG

Kantonsportrait zum kantonalen Gesundheitssystems

Auf der Grundlage verschiedener Indikatoren aus dem Themenbereichen «Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten», «medizinisches Angebot», «Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen» sowie «Kosten und Finanzierung» bietet das Obsan den Kantonen einen Überblick über das eigene kantonale Gesundheitssystem an. Die Ergebnisse des Kantons werden im Vergleich zur Schweiz und zur Verteilung der anderen kantonalen Werte dargestellt und mittels Ampelsystem evaluiert.
Isabelle Sturny, Sonia Pellegrini
Obsan

Kosten und Finanzierung

Rolle der Vergütung bei der Wahl der Behandlung in einem Spital

Das Obsan befasst sich in einer Studie mit dem Versichertenstatus von Patientinnen und Patienten und der unterschiedlichen Vergütung im stationären oder ambulanten Bereich. Es soll evaluiert werden, inwiefern diese wirtschaftlichen Komponenten den Entscheid für oder gegen eine Operation respektive für eine stationäre oder eine ambulante Operation beeinflussen.
Sacha Roth, Sonia Pellegrini
Obsan